Mit Steigeisen bei Nebel über den Pitztaler Gletscher in Richtung der Braunschweiger Hütte

Es gibt noch so viele unveröffentlichte Bilder auf meiner Platte. Heute zeige ich euch die Aufnahmen aus unserer ersten Gletscherüberquerung. Mit Steigeisen, Nebel und einem flauen Gefühl im Bauch. Aber der Reihe nach:
Mit dem Gletscherexpress ging es hinauf auf 2840 Meter. Zum Gletscher geht es dann ein paar Minuten bergab. Wir waren überrascht, dass es eine „Straße“ auf dem Gletscher gab! Viele Baustellenfahrzeuge sind von unten über den Gletscher unterwegs um oben an der Bergstation eine riesige Solarstation aufzubauen. Es ist unglaublich anzusehen, wie diese großen Fahrzeuge, nur mit Schneeketten bestückt, sich den steilen Gletscher hoch arbeiten.
Unsere Unterkunft hat uns freundlicher weiße Steigeisen ausgeliehen, als sie gehört haben, dass wir über den Gletscher wollen. Die Eisen waren wirklich Gold wert. Es war seltsam über einen Gletscher zu laufen. Es gab zwar einen markierten Weg, aber ein mulmiges Gefühl hat man trotzdem immer dabei. Es gab viele Spalten und Löcher. Und plötzlich steckte ich bis zur Hüfte mit einem Bein in einem! Der Schreck saß natürlich tief :-) Aber es war nicht so dramatisch. Aber wir passten natürlich noch ein wenig mehr auf.
Als wir den Gletscher überquert hatten, immer in Richtung Braunschweiger Hütte, zog vom Tal her immer mehr Nebel, bzw. Wolken, herauf. Kurz vor der Braunschweiger Hütte dann, kamen wir nicht mehr weiter. Ein Bach versperrte uns den Weg. Also haben wir uns wieder auf den Rückweg gemacht. Der Nebel war inzwischen ziemlich dicht und wir konnten die Markierungen, zu Dreibeinen zusammengestellte Stöcke, kaum noch sehen. Zum Glück hatte ich mit dem Hand den Weg aufgezeichnet. Wir haben es aber zum Glück geschafft …

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